5 idyllische Spaziergänge in und um Würzburg

23. September 2022

 

Unser schönes Frankenland ist bekanntermaßen geprägt von Weinbergen, die zurzeit dank der Lese die größte Aufmerksamkeit bekommen. Aber wir schätzen sie nicht nur wegen ihrer Früchte, sondern auch, weil sie die Hänge rund um die fränkischen Ortschaften so schön grün aussehen lassen. Oder im fortgeschriebenen Herbst auch mal gelb und orange. Und außerdem natürlich, weil sie uns so herrliche Wanderwege schenken.

 

Besonders während des Lockdowns haben viele das Spazierengehen für sich entdeckt. Ob allein, um im Alltagsstress mal abschalten zu können, mit der Familie als Sonntagsritual oder mit Freunden und einem Glas Wein in der Hand – Spaziergehen kannst du an vielen Orten in und um Würzburg. Fünf der idyllischsten Spaziergänge haben wir dir schon mal für deinen nächsten Ausflug rausgesucht.

 

Südbahnhof – Randersacker – Klein Nizza

Diese rund 14 Kilometer lange Route ist als mittelschwer einzustufen und deshalb eher für gute Läuferinnen und Läufer gedacht. Du bist ungefähr vier Stunden unterwegs und siehst so einiges: Weinberge, die Maria-Schmelz-Kapelle, Randersacker, Mainufer und Klein Nizza. Der Start- und auch Endpunkt ist dabei der Südbahnhof. Von dort aus geht es übers Frauenland vorbei am Sportzentrum Hubland der Uni Würzburg und dem Schönstattzentrum Marienhöhe zur Weinbergskapelle oberhalb von Randersacker, dann hinunter in den Ort und immer entlang des Mainufers bis zur Löwenbrücke, wo du dann rechts abbiegst, um durch den Ringpark zurück zum Südbahnhof zu gelangen. Am Schluss kannst du noch einen kurzen Abstecher zum schön angelegten Klein Nizza einlegen.

 

Marienberg – Leistengrund – Landesgartenschau

Wir bleiben in der Stadt. Diesen Spaziergang zeichnet vor allem aus, dass du an der kleinsten Weinlage Deutschlands vorbeikommst: dem Festungsberg, der zum staatlichen Hofkeller dazugehört. Insgesamt brauchst du etwa zwei Stunden und musst nicht besonders erfahren oder sportlich sein – perfekt also für den Sonntagsspaziergang mit der Familie oder eine Weinwanderung. Du startest hinter St.Burkard und folgst dann dem Weg durch den Weinberg, von dem aus du bereits eine tolle Aussicht auf die Stadt hast. Südlich der Festung gehst du dann den Leistengrund entlang zum Maschikuliturm und dann hinauf zu den äußeren Bastionen, durch die Höchberger Tore und den Höchberger Graben. Schon befindest du dich mitten im Landesgartenschaugelände von 1990. Dort kannst du dich nun treiben lassen, die gepflegte Anlage genießen und letztendlich bei der Friedensbrücke in die Straßenbahn steigen oder zurück zum Ausgangspunkt laufen.

 

Panoramaweg Ochsenfurt – Sommerhausen

Auch für diesen Weg im Würzburger Umland brauchst du gute vier Stunden und solltest geübt sein. Du startest in der Ochsenfurter Altstadt – am besten parkst du auf dem Großparkplatz am Main. Du kannst zuerst etwas durch die Stadt schlendern und dir altehrwürdige Gebäude wie das Rathaus anschauen. Dann führt die Route über die Alte Mainbrücke hoch in die Weinberge, die Straße nennt sich An der Heckensteige. Oben angekommen biegst du links ab und die nächste wieder rechts, bis du am Wald entlangläufst, in dem sich auch der Waldlehrpfad befindet. So gelangst du zum Stausee am Zeubelrieder Moor, wo es sich übrigens wunderbar picknicken lässt. Danach führt dich der Weg immer weiter oberhalb der Weinberge entlang und schließlich wieder hinunter. Du kommst am Steinbruch Kleinochsenfurt vorbei und kannst dort einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt des Panoramawegs machen. Der Main liegt jetzt rechts von dir und du begibst dich auf den Rückweg nach Ochsenfurt.

 

Edelweiß Karlstadt

Für diesen Spaziergang geht es weiter weg, und zwar nach Karlstadt. Um genau zu sein, hinauf zum Edelweiß, das oberhalb von Karlstadt thront und eine wunderschöne Aussicht über das Maintal verspricht. Dazu sei gesagt: Dieser Ort ist sehr beliebt, weshalb du dir vielleicht nicht gerade einen Sonntag für deinen Spaziergang dorthin aussuchen solltest. Vom Startpunkt am Parkplatz neben dem Segelfluggelände, bereits oberhalb der Stadt, brauchst du etwa eine dreiviertel Stunde – und dasselbe wieder zurück. Nachdem du die Bundesstraße überquert hast, gehst du rechts den Weg entlang, der zu einem naturbelassenen Pfad wird. Der Weg führt dich dann entlang des Hangs durch ein Kiefernwäldchen. Zwischendurch gibt es zahlreiche Bänke, von denen aus du die Aussicht genießen kannst. Und schon bald bist du beim Edelweiß. Wenn du nicht denselben Weg zurücknehmen möchtest, kannst du auch einen der Feldwege nehmen, die allerdings nicht den Charme des kleinen, naturbelassenen Pfades am Hang entlang versprühen.

 

TraumRunde Rödelsee

Abgesehen davon, dass Rödelsee als unterfränkischer Weinort ohnehin sehr idyllisch ist, hat auch die Wanderroute „TraumRunde Rödelsee“ rund um den Schwanberg einiges zu bieten. Sie startet am zugehörigen Wanderparkplatz am Ortsrand und dauert etwa zweieinhalb Stunden, in denen 200 Höhenmeter jeweils auf Hin- und Rückweg bewältigt werden. Insgesamt ist die Route sehr gut ausgeschildert, aber für dich als Orientierung: Du gehst bis zur Waldgrenze und biegst dort Richtung Weintempel ab. Der Pfad führt dann durch den Wald und am Hang entlang, bis du schließlich den „Kappelrangen“ erreichst, wo du die Überreste einer alten Kapelle betrachten und die Aussicht genießen kannst. Schließlich passierst du die St.Michaelskirche und gelangst in den Schlosspark. Über den „Wald- und Grenzweg“ erreichst du den Birkensee und letztendlich den terroir F Aussichtspunkt, von wo aus du wieder zurück nach Rödelsee gehst.

 

Und, ist da ein passender Spaziergang für dich dabei? Mit Sicherheit! Wenn nicht, haben wir noch zwei weitere Tipps: In Würzburg gibt es natürlich noch den bekannten Stein-Wein-Pfad zu einem der terroir F Aussichtspunkte und in Winterhausen den Mondweg. Probier’s doch einfach mal aus!