Würzburger Mutmacherin Claudia Amberger-Berkmann

Hotel amberger & café ottolina

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Wie erleben Sie diese besondere Zeit und wie haben Sie diese für sich und Ihre Mitarbeiter gestaltet?

 

Claudia Amberger-Berkmann: Zu Beginn der Pandemie haben sich die Ereignisse natürlich überschlagen und uns, dem Hotel- und Gaststättengewerbe, förmlich die Existenz unter den Füßen weggerissen. Diese Situation hat sich im Wesentlichen nicht geändert, jedoch hat man im Laufe der Zeit angefangen, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Aber nicht nur für mich, auch für meine Mitarbeiter hat sich das Leben signifikant geändert, ein Großteil von ihnen ist seit Anfang der Pandemie in Kurzarbeit und wird das leider auch auf unvorhersehbare Zeit bleiben. Dennoch versuchen wir zuversichtlich zu bleiben, auch wenn es für unsere Branchen zum jetzigen Zeitpunkt wenig Perspektiven gibt. Wir hoffen natürlich jeden Tag auf die richtigen Signale aus der Politik, um den Betrieb, wenn auch nur stufenweise, und natürlich unter Berücksichtigung aller erforderlichen Hygienemaßnahmen wieder aufnehmen zu können.



Welche Chancen haben sich ergeben? Was wollen Sie beibehalten?

 

Claudia Amberger-Berkmann: Letztlich, und ich denke da geht es nicht nur uns so, haben wir natürlich viele Dinge, die wir vorher einfach so gemacht haben, auf den Prüfstand gestellt. Beispielsweise haben wir alle laufenden Verträge gecheckt, ob diese für uns zum jetzigen Zeitpunkt auch noch sinnvoll sind, oder ob wir diese, um Kosten einzusparen, kündigen können. Zugegebenermaßen haben wir hierbei auch so einige Sachen gefunden, welche wir schon vor einiger Zeit nicht mehr gebraucht hätten und natürlich auch andere Angebote, welche wir wieder akquiriert haben. Auch haben wir unsere Betriebsabläufe genau unter die Lupe genommen und unser Konzept den Gegebenheiten angepasst. Wenn man es Chance nennen kann, dann das wir gelernt haben, noch sparsamer sein zu können und dass Umstrukturierungen - egal ob personell oder verwaltungstechnisch frischen Wind in den Betrieb bringen können.



Inwiefern hat die Digitalisierung Sie in dieser Zeit unterstützt?

 

Claudia Amberger-Berkmann: Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir zwecks einer digitalen Gästemappe sowie einem digitalen Meldeschein im Gespräch mit einem Anbieter. Sollte sich diese Technik durchsetzen, wäre das natürlich schon eine Erleichterung. Dennoch, selbst wenn sich Gäste bei uns digital einchecken können, leben wir natürlich von wahrhaftigen Gästen, welche unsere Zimmer belegen oder die Tische in der Gastro.

Wie hat Ihnen der City Blog in dieser Zeit geholfen?

Claudia Amberger-Berkmann: Generell ist der City Blog eine tolle Möglichkeit, sich regional wie auch überregional zu präsentieren. Gefreut haben wir uns, dass wir am Anfang der Krise so unproblematisch und schnell unser Corona Update sowohl für das Hotel Amberger als auch für unser Café Ottolina kostenfrei auf den Kanälen des City Blogs haben posten können. Zudem war es eine spitzen Idee eazyR ins Leben zu rufen. Das hat natürlich die Nachverfolgbarkeit unserer Gäste, die unser Café besucht haben, sehr vereinfacht.

 

 

Was würden Sie anderen Unternehmen im lokalen Handel raten oder empfehlen?

 

Claudia Amberger-Berkmann: Es wird noch länger dauern, bis alles wieder annährend so ist wie es mal gewesen ist. Wir müssen lernen mit der Situation umzugehen und gestärkt aus ihr hervorzugehen.