Würzburg | Beitrag der Redaktion | 1. September 2026
Naschbäume Würzburg: Kostenlos Obst pflücken – die besten Spots

Herbstzeit ist Erntezeit! Und was gibt es Schöneres, als direkt vom Baum zu naschen? Die Stadt Würzburg macht dir dabei ein echtes Geschenk: Auf 14 ausgewählten Streuobstwiesen mit insgesamt rund 1.500 Obstbäumen darfst du ganz legal und kostenlos Äpfel, Birnen, Zwetschgen oder Walnüsse ernten. Möglich macht das die städtische Kampagne „Ernten und Naschen erlaubt“, die es bereits seit 2021 gibt.

Einfach Korb schnappen, losziehen und die frische Landluft genießen – perfekt für einen selbstgebackenen Kuchen, hausgemachten Saft oder Marmelade.

Aber es geht hier um mehr als kostenloses Obst: Diese Streuobstwiesen sind wertvolle kleine Ökosysteme, die unzähligen Tieren und Pflanzen ein Zuhause bieten. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft und verdienen unseren Respekt.


Wo genau darfst du in Würzburg naschen?

Die markierten Naschbäume-Flächen verteilen sich über das ganze Stadtgebiet. Besonders viele Streuobstbestände findest du in diesen Gegenden:

  • Lehnleite
  • Kürnacher Berg
  • Wöllrieder Höhe
  • Heuchelhof (entlang Wiener- und Madrider Ring)
  • Versbach
  • Ober- und Unterdürrbach
  • Östliches Steinbachtal / Pleichachtal
  • Lengfeld, südlich der Universität
  • Rottenbauerer Grund

Vor Ort erkennst du die Flächen an offiziellen Hinweisschildern der Stadt. Wichtig: Geerntet werden darf nur auf diesen markierten städtischen Flächen – Bestände außerhalb davon werden wirtschaftlich genutzt (z. B. für regionalen Saft oder Honig) und sind tabu.

Die genauen Standorte aller 14 Flächen findest du in der interaktiven Karte der Stadt unter wuerzburg.de/streuobst bzw. im Geo-Stadtplan Würzburg (Rubrik „Umwelt- und Klimaschutz / Streuobstwiese“). Einen Flyer mit allen Infos gibt es außerdem im Rathaus, in der Umweltstation und im Gartenamt.


Verhaltensregeln für achtsame Ernte

Damit alle Freude daran haben und die Naschbäume auch für künftige Generationen erhalten bleiben, gelten ein paar einfache Regeln:

  1. Nur in Reichweite pflücken oder vom Boden sammeln. Klettere nicht auf die Bäume und benutze keine Leitern – Sturzgefahr! Was du nicht mit der Hand erreichst, gehört den Tieren oder dem Boden.
  2. Sei respektvoll: Brich keine Äste ab und schone die Wiesenflächen. Die Flächen dürfen auch nicht mit Fahrzeugen oder Anhängern befahren werden.
  3. Nimm nur haushaltsübliche Mengen mit – so bleibt genug für alle und für die Tiere übrig.
  4. Nimm deinen Müll wieder mit und hinterlasse die Wiese so, wie du sie vorgefunden hast.
  5. Achte auf dich: Prüfe die Genießbarkeit des Obstes vor dem Verzehr, achte auf unebenen Boden sowie auf Wespen und Bienen, die sich ebenfalls gerne am Obst bedienen.
  6. Meide markierte Biotopbäume – hier drohen z. B. Wespennester oder Astbruch.

Das Betreten der Flächen und die Ernte erfolgen wie immer auf eigene Gefahr.


Weitere Wege, kostenlos zu naschen

Neben den städtischen Flächen gibt es in der Region noch zwei weitere Initiativen:

  • Das Gelbe Band: Siehst du an einem Baum oder Strauch ein gelbes Band, darfst du hier ebenfalls gratis ernten – ein Zeichen privater Obstbaum-Besitzer, die ihre Ernte teilen möchten. Gelbe Bänder gibt es unter anderem in der Umweltstation Würzburg oder im Bürgerbüro Marktheidenfeld.
  • Probierbäume: Mehrere Gemeinden im Landkreis Würzburg markieren ausgewählte Obstbäume mit einer Banderole „Probierbaum – greifen Sie zu!“. Auch hier darfst du dich kostenlos bedienen.

Wo du in der Region gratis ernten darfst, erfährst du hier

Alle diese Initiativen sorgen dafür, dass die Früchte der Natur geteilt werden, statt ungenutzt zu verrotten. Wer die Streuobstwiesen langfristig unterstützen möchte, kann übrigens auch regionale Streuobst-Produkte wie Apfelsaft oder Honig kaufen – das sichert den Erhalt der Flächen.


Häufige Fragen zum Naschen in Würzburg

Ist das Ernten wirklich legal? Ja – auf den 14 markierten städtischen Flächen ist das Naschen von der Stadt Würzburg ausdrücklich erwünscht und erlaubt.

Wo finde ich eine Übersichtskarte? Unter wuerzburg.de/streuobst sowie im Geo-Stadtplan.

An wen wende ich mich bei Fragen vor Ort? Ans Gartenamt der Stadt Würzburg, Tel. 0931 37 49 11, gartenamt@stadt.wuerzburg.de.